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Vom schäbigen Kleinanzeigen-Fund zum Schmuckstück: Lernturm restaurieren für unter 10 Euro

Kennt ihr das? Man scrollt abends noch ein bisschen durch Kleinanzeigen und plötzlich springt einem das perfekte DIY-Projekt ins Auge. Genau das ist mir kürzlich passiert: Ich wollte einen Lernturm restaurieren und fand ein gebrauchtes Exemplar für unglaubliche 5 Euro!

Wer schon mal nach solchen Lerntürmen gesucht hat, weiß, was die neu kosten. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Wenn man jetzt noch die paar Euro für den Schleifschwamm und das Öl dazurechnet, landen wir bei Gesamtkosten von unter 10 Euro für dieses Projekt. Unschlagbar, oder?

Das Ausgangsmaterial: Viel Potenzial, aber ziemlich schäbig

Als ich den Turm abgeholt habe, war schnell klar, warum er so günstig war. Er sah wirklich ziemlich mitgenommen und schäbig aus. Das Holz war stumpf, hatte Flecken und wirkte einfach nicht mehr schön. Aber als Holzwerker sehe ich da natürlich kein Problem, sondern ein tolles kleines Projekt!

Lernturm restaurieren vorher

Schritt 1: Schleifen – ganz ohne schwere Maschinen

Oft denkt man, man bräuchte einen großen Maschinenpark, um Möbel aufzubereiten. Aber bei diesem Lernturm habe ich komplett auf schwere Geräte verzichtet.

Ich habe mir einfach einen ganz normalen Schleifschwamm geschnappt und den Turm von Hand abgeschliffen. Das hat zwei große Vorteile: Es staubt nicht so extrem und man kommt mit dem flexiblen Schwamm wunderbar in alle Ecken und an die runden Kanten des Turms. Es hat gar nicht lange gedauert, bis die unschöne, schäbige Schicht abgetragen war und das rohe, helle Holz wieder zum Vorschein kam.

Lernturm restaurieren geschliffen

Schritt 2: Das magische Finish mit Leinölfirnis

Nachdem der Turm vom Schleifstaub befreit war, kam mein absoluter Lieblingsschritt: Das Ölen.

Für den Lernturm habe ich mich für klassisches Leinölfirnis entschieden. Das ist für Kindermöbel absolut ideal, da es natürlich und unbedenklich ist (es wird sogar für Küchenschneidebretter verwendet).

Sobald das Öl das Holz berührt hat, passierte die typische Magie: Die Maserung des Holzes wurde richtig schön „angefeuert“ und der Turm bekam sofort einen warmen, goldenen Glanz zurück.

Das Ergebnis: Kaum wiederzuerkennen!

Nachdem das Leinölfirnis gut eingezogen und ausgehärtet war, sah der Lernturm aus wie neu. Von dem schäbigen Fundstück ist absolut nichts mehr übrig.

Lernturm restaurieren nachher

Es ist immer wieder faszinierend, was man mit etwas Schleifpapier, ein wenig Öl und eigener Handarbeit aus scheinbar ausgedienten Dingen herausholen kann. Ein komplettes Kindermöbel-Upgrade für unter 10 Euro – das hat sich definitiv gelohnt!

Jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch schon mal ein richtiges Möbel-Schnäppchen auf Kleinanzeigen oder dem Flohmarkt gemacht? Was war euer bestes Projekt? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

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